Wärmewende in Hagen

Die Veranstaltung „Nachhaltig warm“ am 26.6.2025

Wohnen ist ein elementares Menschenrecht – warm und komfortabel zu wohnen ein Grundbedürfnis. Doch die Erzeugung von Raumwärme ist energieintensiv: Etwa ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs fließt allein in die Beheizung von Gebäuden. Damit ist sie ein zentraler Hebel im Kampf gegen die Klimakrise.

Gerade im Gebäudesektor besteht erheblicher Nachholbedarf bei der Umsetzung der Klimaziele. Vor diesem Hintergrund lud das Klimabündnis Hagen in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen, der VHS Hagen und dem Hagener Forum Nachhaltigkeit (HFN) zu einer Diskussionsveranstaltung ein:

Josef Quanz vom Klimabündnis Hagen moderierte die Veranstaltung in der Fachhochschule Südwestfalen mit sicherer Hand.

Der Abend war in zwei Teile geteilt: Information und Diskussion.


Information

Der Abend begann mit drei Kurz-Vorträgen:

Prof. Gerald Lange

FHS, FB Tech. Betriebswirtschaft

Prof. Gerald Lange (Fachhochschule Südwestfalen)

Wie versorge ich mein Gebäude mit Wärme? Ein Leitfaden zur Umrüstung

Präsentation

Josef Hennebrüder

I.D.G. Energiepartner GmbH, Düsseldorf

Josef Hennebrüder (I.D.G. Energiepartner Düsseldorf)
  1. (bla

Solarthermie für Bestandsgebäude

Präsentation

Christine Kuhlmann

Stadt Hagen, Umweltplanung

Christine Kuhlmann (Umweltplanung), Stadt Hagen

kommunale Wärmeplanung in Hagen – ein Blick auf den Sachstand

Präsentation


Diskussion

Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Teilnehmer*innen in 6 Kleingruppe fragen und diskutieren. Die ersten drei Gruppen wurden von den drei oben genannten Input-Geber*innen angeboten. Dazu kamen drei weitere Runden.

Marc Fahrenkothen

Hohenlimburger Bauverein

Energetische Quartierssanierung in Genossenschaftshand

Roman Krüger/ Carmen Mühle

Hatopia / Quartiersmanagement

  1. (bla

Klimagerechte Stadtteilsanierung in Wehringhausen

René Rumi

Firma Rera

Wärmepumpe live erleben


Abschluss

Zum Abschluss stellten die einzelnen Anbieter*innen im Plenum die wichtigsten Fragen und Diskussionsergebnisse vor.

Die Gesetzeslage

Die gesetzliche Grundlage liefert das Wärmeplanungsgesetz (WPG), das zum 1.1.2024 in Kraft getreten ist.

die aktuelle Situation

Auf ihrer Homepage bietet dies die Stadt auch an: „Im Februar 2023 hat der Rat der Stadt die Verwaltung damit beauftragt, eine Förderung für eine kommunale Wärmeplanung für die Stadt Hagen zu beantragen (Ratsbeschluss vom 09.02.2023, Drucksache 0101/2023).

Die Wärmeplanung stellt die wesentliche Grundlage dar für alle Entscheidungen, wie in Hagen zukünftig geheizt werden kann. Im August 2023 erhielt die Stadt Hagen eine Förderzusage durch Bundesmittel der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) zur Erstellung des Wärmeplans. Aber im Oktober 2024 hat das Wirtschaftsministerium NRW die Förderung für alle Kommunen gestoppt, da über das in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz des Bundes und des Landes NRW eine gesetzliche Verpflichtung besteht und eine Einigung erzielt wurde, diese über Bundesmittel ab 2025 zu finanzieren.“

Grundsätzliches

„Bei der Wärmeplanung müssen immer zwei Fragen beantwortet werden:

  1. Wie viel Wärme wird aktuell vor Ort gebraucht?
    Hierzu wird eine sogenannte Bestandsanalyse, der sogenannte Ist-Zustand, erstellt. Darin werden der derzeitigen Wärmebedarf oder -verbrauch einschließlich der hierfür eingesetzten Energieträger, die vorhandenen Wärmeerzeugungsanlagen und die für die Wärmeversorgung relevanten Energieinfrastrukturanlagen ermittelt.
     
  2. Mit welcher Wärmequelle und Infrastruktur kann die Wärme in Zukunft bereitgestellt werden und wie hoch ist der zukünftige Wärmebedarf?
    Danach folgt eine sogenannte Potenzialanalyse. Dabei wird u.  a. geprüft, welche unterschiedlichen Quellen für erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme perspektivisch für die Wärmeversorgung verfügbar sind. Das kann z. B. die Abwärme aus lokalen Rechenzentren sowie erneuerbare Energie aus Abwasser, Solarthermie, Geothermie, Biomasse, grünem Wasserstoff oder anderen Quellen sein. Die planungsverantwortlichen Stellen entwickeln auf Grundlage der Potentialanalyse Zielszenarien, eine Einteilung des Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete und eine Umsetzungsstrategie.“ 
  3. (https://www.bmwsb.bund.de/Webs/BMWSB/DE/themen/stadt-wohnen/WPG/kommunale-waermeplanung.html)

Veranstaltungsplakat

Informationen von der Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich Böllstiftung hat einen kostenfreien Leitfaden herausgegeben (https://www.boell.de/sites/default/files/2024-06/kommunale-waermewende-strategisch-planen_ein-leitfaden.pdf).
Er wird am 25.6.24 17.00 – 18.30 Uhr online vorgestellt. Man kann sich anmelden (https://calendar.boell.de/de/event/leitfaden-kommunale-waermewende-202628) oder im Livestream zuschauen.

Informationen vom Umweltinstitut München

Das Umweltinstitut München sieht die Gefahr, dass Wasserstoff zum Heizen, der für die Stahlerzeugung und vielleicht auch für den Schwerlastverkehr dringend gebraucht wird, verschleudert wird. Es hat deshalb ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das zu folgendem Ergebnis kommt: Kommunen können sich rechtssicher und mit wenig Aufwand gegen Wasserstoff zum Heizen und gegen die Umstellung des örtlichen Gasnetzes auf Wasserstoff für Haushaltskunden entscheiden. Hier die die Gutachterliche Stellungnahme zur Wasserstoffnetzausbauplanung und eine Pressemitteilung vom 13.6.2024. 

weitere Veranstaltungen

Weiter ist eine Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Klimapositives Wehringhausen“ und der VHS geplant. Dabei wird jeweils nur ein Thema dargestellt und diskutiert.

Zeitraum voraussichtlich Herbst/Winter 2025/26